Hiermit bestätige ich, dass ich einen medizinischen oder pharmazeutischen Beruf ausübe [Ärzt*in, Apotheker*in, Pharmazeutisch-technische*r Assistent*in (PTA), Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)].
BadgesStudien
5-Jahres-Daten bestätigen Effektivität der CAR-T-Zelltherapie bei r/r FL
Autor*in Studienreferat
Friederike Klein, München
Fazit
Die Langzeitbefunde zur CAR-T-Zell-Therapie mit Axi-cel bestätigen das anhaltende Ansprechen bei r/r FL und eine beherrschbare Sicherheit. Die Therapie stellt nach Meinung der Autor*innen eine potenziell kurative Option dar. Die randomisiert-kontrollierte Phase-III-Studie ZUMA-22 vergleicht derzeit Axi-cel und mit einer Standardtherapie bei Patient*innen mit r/r FL.
Jetzt berichtete die internationale Studiengruppe um Sattva S. Neelapu vom MD Anderson Cancer Center der Universität von Texas in Houston (USA) über die Langzeitergebnisse von 159 Patient*innen aus der ZUMA-5-Studie. An der Studie hatten Patient*innen mit unterschiedlichen r/r indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen teilgenommen (127 mit FL, 31 mit Marginalzellenlymphom [MZL]). Die mediane Beobachtungsdauer der aktuellen Auswertung betrug 64,6 Monate. 152 Patient*innen hatten nach einer Leukapherese und einer lymphodepletierenden Chemotherapie Axi-cel in einer Dosis von 2 × 106 CAR-T-Zellen/kg erhalten (124 mit FL, 28 mit MZL).
Ergebnisse
Die Ansprechraten entsprachen den Ergebnissen früherer Auswertungen mit einer Gesamtansprechrate von 90 % und einer Rate eines Komplettansprechens von 75 %. Die mediane Ansprechdauer lag bei 60,4 Monaten, das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) bei 62,2 Monaten. Die Mediane der Zeit bis zur nächsten Behandlung und des Gesamtüberlebens waren noch nicht erreicht. Die geschätzte 60-Monatsrate des Gesamtüberlebens lag bei 69,0 %.
Zum Zeitpunkt des Datenschnitts hatten 55 % der Patient*innen überlebt, ohne eine weitere Krebstherapie zu benötigen. In der großen Subgruppe der Patient*innen mit r/r FL war das mediane Lymphom-spezifische PFS noch nicht erreicht, die Rate derjenigen mit Progress oder mit Tod aufgrund des Lymphoms oder aufgrund der Therapie lag bei 34 %. Insgesamt war 30 Monate nach der CAR-T-Zell-Infusion die Zahl der Progressionen oder Lymphom-bedingten Todesfälle mit 15 % vergleichsweise gering, erläuterten die Wissenschaftler*innen.
Spät auftretende Toxizitäten gab es wenige und meist standen sie nicht im Zusammenhang mit der CAR-T-Zell-Therapie. Nur ein spät aufgetretenes schweres unerwünschtes Ereignis, ein myelodysplastisches Syndrom, wurde als wahrscheinlich mit der Therapie zusammenhängend eingestuft.
Mögliche Prädiktoren für ein anhaltendes Ansprechen und verlängertes Überleben in der FL-Kohorte waren eine robuste frühe CAR-T-Zell-Expansion und ein hoher Anteil naiver T-Zellen im CAR-T-Zell-Produkt.